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Paeffgens PrinzipVon Carl Haenlein, Kestner-Gesellschaft Hannover, im Ausstellungskatalog „C.O. Paeffgen – Objekte in Farbe", 1993
Paeffgen trennt die Territorien seiner Kunstwelt präzise – er besteht auf skrupulöser Beachtung der Grenzen. Diese markiert er selbst: Indem er auch in Ausstellungen Vermischungen vermeidet oder nicht zuläßt, – indem er die Eigenständigkeit der Teilbereiche ständig weiter treibt, schließlich, indem er das eine gegen das andere ausspielt, also weil er das eine zeigt und damit das andere unterdrückt.
Vier Werkteile stehen so in idealer Konkurrenz. „Umrandungen" sind seine Bilder genannt – hier stoßen wir auf den bekannten Sektor des Œuvres. Nahezu unbekannt geblieben sind dagegen die sogenannten „Umwicklungen", die kaum je sein Atelier verlassen haben (ihre Premiere verspricht ein faszinierendes Ereignis zu werden). Wand- und Bodenskulpturen, häufig zu Monden ausgebildet, erscheinen als rätselhafte Zeichen, als Objekte, die zwischen den weiten Entfernungen vermitteln, die die Territorien voneinander zu trennen scheinen.
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Künstler im Verlagsprogramm der Artikel-Editionen: |
 Porträtfoto: H.G. Mebusch
C.O. Paeffgen 1933 in Köln geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Jura-Studium (1959 Erstes juristisches Staatsexamen); 1965 bis 1967 Atelier in Berlin. Zahlreiche Museums-, Kunsthallen- und Galerieausstellungen seit 1965. 1999 Retrospektive im Museum Ludwig Köln. C.O. Paeffgen ist bekannt für seine ironisch kommentierenden „Umrandungen" von Fotos und Zeitungsausschnitten, „Umwicklungen" von Fundgegenständen (Wand- und Bodenskulpturen) und zeichenhaften Objekte; wiederkehrende Motive: Herz/Pfeil, Maus, Schleife, Mond, Fragezeichen. Malerei-Werkgruppen in den 90er Jahren u.a. Acryl auf Obstkisten („Objekte in Farbe") und Acryl auf Leinwand (z.B. „Bilder mit Titeln"). Zahlreiche Multiples in Form von Unikaten in limitierter Serie. |
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