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Irene Andessner
 
Schöne Ulmerin Praline, 2003
Praline aus hellem und dunklen Nussnougat,
gewicht 32 Gramm, Maße ca. 3 x 3 x 3 cm;
Porträtabbildung „Schönen Ulmerin" auf der Banderole;
Hersteller: Café im Stadthaus Ulm
Produktion eingestellt

Aus Anlaß ihrer ersten Retrospektive im Stadthaus Ulm thematisierte Irene Andessner ein Tableaux vivant mit der Figur der Heiligen Maria Magdalena, wie sie der Bildhauer Michel Erhart um 1480 für den Hochaltar des Ulmer Münsters geschaffen hat. In der Reformationszeit zum Verheizen freigegeben und errettet, dann Jahrhunderte lang verschollen, im 19. Jhdt. in der Stadtbierhalle als Lüsterweibchen aufgetaucht, 1916 ins Ulmer Museum gebracht, 1934 vom Lüstergeweih befreit, hat diese sich als „Schöne Ulmerin" in die Stadtchronik eingeschrieben.
An die Vielschichtigkeit der „Schönen Ulmerin" zwischen Heiligengestalt und Sünderin, sowie an ihre wechselvolle Geschichte von der Reliquienbüste bis zum Lüsterweibchen, erinnert eine Schichtnougat- Praline mit einer Porträtabbildung Andessners als Hl. Maria Magdalena auf der Banderole. Das Originalwerk – zwei große Leuchtkästen mit Dokumentationsvideo von der Performance – befindet sich im Ulmer Museum. Siehe auch: „Schöne Ulmerin Ring"

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